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Datenschützer knöpfen sich die Stadtwerke vor

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Die Landesbeauftragte für Datenschutz (LDI) kritisiert eine Umfrage der Dortmunder Stadtwerke (DSW21) zum Thema Sozialticket und lässt das Vorgehen der DSW21 nun überpüfen.

Wie zufrieden sind die Nutzer des Sozialtickets? Das und die Fahrgewohnheiten ihrer Kunden wollte DSW21 erfragen. Für eine Telefonumfrage der Firma "O-Ton Call Center Services" gaben die Stadtwerke Namen und Telefonnummern der Kunden weiter. Bei den Nutzern des Sozialtickets (15 Euro) handelt es sich um hilfebedürftige Menschen, unter anderem Bezieher des Arbeitslosengeldes II und der Grundsicherung im Alter. "Gerade mit der Weitergabe dieser sensiblen Daten habe ich meine Probleme. Denn hier wird offengelegt, wer soziale Leistungen bezieht", sagte Horst Dressler, Leiter des Verkehrsreferats der LDI.

Bernd Winkelmann, Sprecher der DSW21, sieht die Umfrage weniger problematisch: "Das machen wir bei Neueinführung von Produkten mit allen anderen Kunden auch. Wir wollen hier niemanden bloßstellen." Außerdem habe das Call Center schriftlich versichert, die personenbezogenen Daten nach der Umfrage zu vernichten und nicht für weitere Interviews zu verwenden.

Doch das genügt Horst Dressler nicht: "Die Stadtwerke sollen mir erklären, warum sie die Daten überhaupt aus der Hand gegeben und die Umfrage nicht selbst und schriftlich durchgeführt haben."

Zudem bemängelt Dressler, dass aus dem Schreiben, das "O-Ton" im Auftrag von DSW21 vor der Umfrage an die Kunden verschickt habe, nicht klar hervorgehe, dass die Teilnahme am Telefon-Interview freiwillig sei. Die aktuelle Umfrage von DSW21 ist für Horst Dressler Anlass, auch künftige Befragungen im Auge zu behalten. "Wir werden das weiter verfolgen und das Unternehmen gegebenenfalls zu einer datenschutzgerechten Lösung zwingen."

Quelle: WR vom 30.04.08

Mehr dazu in dem Beitrag DSW21- Datenschutz mangelhaft

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