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Reissleine ziehen, um Absturz zu verhindern

Wenn Mitte 2009 der Flughafen seine Rabatte für Billigflieger beenden muss und die EU-Kommission die Verlustübernahmen durch die Stadtwerke als unerlaubte Subventionen gestoppt hat, ist das Geschäftsmodell vonFlughafenchef Kossack endgültig gescheitert. Doch unbeeindruckt steuert er weiter auf Crashkurs. Auf dem zweihundertmillionenfachen Schaden bleiben die Dortmunder Bürgerinnen und Bürger sitzen – Herr Kossack, SPD, sitzt dann schon warm und trocken im Vorstand der Dortmunder Stadtwerke.

 Wolf Stammnitz, Fraktionssprecher der Linken im Rat: „Neben der rücksichtslosen Gesundheitsschädigung der Anwohner und der verheerenden Klimabilanz des Massenluftverkehrs ist das Low-Cost-Abenteuer auch betriebswirtschaftlich gescheitert. Es wird höchste Zeit, die Reissleine zu ziehen, damit der Schaden nicht noch größer wird.“

Dazu haben „Die Linken im Rat“ ein Ausstiegsszenario mit seriösen, realistischen Zahlen entwickelt. Es baut auf folgenden Eckpunkten auf:

  • Nichtverlängerung der Dumpingrabatte für die Low-Cost-Carrier (NERES) ab Mitte 2009,
  • Rückführung des Flughafens auf seinen sinnvollen Infrastrukturauftrag als Geschäftsflughafen zu normalen Marktpreisen (bis zu   600.000 Geschäftsreisenden jährlich bei kostendeckenden Flughafengebühren von 15 bis 20 Euro / Passagier),
  • Verkauf von hierfür nicht mehr benötigtem Betriebsvermögen zwecks Reduzierung der mittel- und langfristigen Bankschulden des Flughafens,
  • Halbierung der Beschäftigtenzahl der Flughafen Dortmund GmbH, Liquidierung der Lohndumpingtochter Flughafen Dortmund  Handling GmbH, bei besitzstandwahrender Umsetzung der überzähligen Mitarbeiter-innen in andere städtische Betriebe,
  • Vermietung / Verpachtung nicht mehr benötigter Grundstücke und Gebäude zur Erzielung zusätzlicher Einnahmen.

Mit dem Strategiewechsel kann die Flughafen Dortmund GmbH nach zwei Jahren eine schwarze Null schreiben. Damit entfällt der jährliche Verlustausgleich durch die Stadtwerke. Mit diesen Millionen können im „Konzern Stadt“ andere, sinnvollere Arbeitsplätze gefördert werden.

Quelle: Fraktion Die Linken im Rat zum Flughafen, 16.07.08

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