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Sozialticket erfolgreich bei DSW21 durchgesetzt

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DGB begrüßt günstiges Angebot für Bedürftige

Der DSW21-Aufsichtsrat hat der Einführung des Sozialtickets - vorbehaltlich des Ratsbeschlusses - zugestimmt. Der Rat der Stadt wird auch über die Höhe des Preises bestimmen.

Die Verfahren für die Ausstellung eines Tickets soll zum 1.Januar 2008 eingeführt werden, und zwar auf der Leistungsbasis des preisgünstigsten Monatstickets der Preisstufe A (ohne zeitliche Beschränkung). Es ist vorgesehen dass die Stadt das Ticket als Jahres-Fahrausweis herausgibt.

Da die Initialisierung der Trägerkarte jeweils bis zum 10. eines Monats erfolgt sein muss, können die ersten Tickets zum 1.Februar 2008 den Berechtigten ausgehändigt werden.

Das Ticket 1000 ist dabei für einen Verkauf als Sozialticket eine geeignete Monatskarte. Die Anwendung des VRR-Tarifs entspricht den Verpflichtungen der Stadt gegenüber dem VRR.

Nach schwierigen Verhandlungen stimmte der Aufsichtrat der DSW21 der Einführung eines Sozialticktes in Höhe von 15 Euro zum 1. Januar 2008 mit Mehrheit zu.

"Die jetzt gefundene Lösung, den Inhabern des Dortmund-Passes ein Sozialticket anzubieten, ist zweifellos als sozialpolitischer Meilenstein zu werten. Unsere beharrlich formulierte Forderung konnte letztlich durchgesetzt werden", stellt Eberhard Weber, Vorsitzender des DGB Östliches Ruhrgebiet fest. Am Ticket zum Nulltarif fehlten 89 Cent, da für Bedürftige 14,11 Euro monatlich für "fremde Verkehrsleistungen" zugestanden werden.

Damit seien laut DGB die kommunalen Möglichkeiten ausgereizt. Eine vergleichbare Regelung sei in NRW und darüber hinaus nicht bekannt. Weber: "Wir haben ein gutes und intelligentes Modell realisiert."

Leserbrief: Nulltarif wäre angemessen

Zum Thema Sozialticket, das die Stadt zum 1. Januar 2008 für Einkommensschwache einführen will, schreibt Heiko Holtgrave von Akoplan:

"Von der Nachricht, dass dieses Ticket nur 15 Euro kosten soll, waren wir durchaus positiv überrascht. Gleichwohl hält das Dortmunder Aktionsbündnis 'Sozialticket zum Nulltarif auf Dortmund-Pass' an seiner Überzeugung fest, dass in anbetracht der sozialen und materiellen Situation von Alg II-EmpfängerInnen, Grundsicherungsbeziehern und vergleichbaren Gruppen nur die Einführung eines Nulltarifs für Fahrten innerhalb der Stadt wirklich angemessen wäre.

Bei einem Preis von 15 Euro ständen viele der Betroffenen weiterhin vor der traurigen "Wahl" zwischen ermäßigtem Montatsticket (nur für den Stadverkehr) und der Nutzung von Einzeltickets, die wenigstens ab und zu auch mal eine Fahrt über die Stadtgrenzen hinaus erlauben.

Die 14,11 Euro, die dem/der LeistungsbezieherIn monatlich für 'fremde Verkehrsleistungen' zugestanden werden, können schließlich nur einmal ausgegeben werden."

Quelle: City Anzeiger vom 12.12.07

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